1. Budget
FĂŒr eine private Rennbahn sollten sich die Kosten in einem "ĂŒbersichtlichen Rahmen" bewegen. Wir waren uns schnell einig. So viel wie möglich automatisiert, wo es auf PrĂ€zision ankommt und soviel wie möglich selbst machen, wenn es um Auf- und Ausbau geht.
2. Vorgehensweise
Besuche bei Rennbahnen in der NĂ€he.
Planung mit Software: SlotRail
Holzwahl: MDF (Mitteldichte Faserplatte) - 17mm stark - sehr schwer
FrÀsen mit einer CNC-Anlage (Text lesen, gut vorbereiten!)
Litzenwahl: Edelstahl nicht magnetisch
3. Zeitrahmen
ein halbes bis dreiviertel Jahr
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Nach ein wenig Durchstöbern des Internets, war schnell klar: SlotRail von Martin Friemann ist fĂŒr uns die erste Wahl. Unser Dank gilt dann auch Martin fĂŒr seine UnterstĂŒtzung bei der Verwirklichung unseres Projekts. Viele EntwĂŒrfe waren dem letzten vorausgegangen. Zu groĂ fĂŒr den Raum, zu groĂ fĂŒr die FrĂ€smaschine, zu unĂŒbersichtlich beim Rennfahren. Letztlich wurde dann der auf der linken Seite dargestellte Entwurf genommen und realisiert. Martin hat die Daten aus seinem Programm SlotRail in Maschinenlesbarer Sprache konvertiert und damit gingen wir auf die Suche nach einem Schreiner. Herausgekommen ist eine 4-spurige Bahn mit 42 m LĂ€nge und einer Bahnbreite von 66 cm. Schon jetzt sei verraten: bis auf'm Millimeter!!! hat die Bahn zusammen gepasst. |
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Schreiner Wenn man glaubt, dass sich ein Schreiner fĂŒr eine zusĂ€tzliche Arbeit nicht zu Schade ist, hat sich getĂ€uscht. Es hat einige Zeit und Nerven gekostet, bis wir dann doch unseren Schreiner 20km entfernt fanden. Die Firma Freudemann aus Engstingen-Haid war sofort einverstanden und auch sein Meister stand uns bei der Planung krĂ€ftig mit Rat und Tat zur Seite. |
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Holz Holz vom Baumarkt ist teuer. So war es unser GlĂŒck, dass wir den HolzhĂ€ndler Thalhofer gefunden hatten, der bereit war uns das Holz zu einem moderaten Preis zu verkaufen und es uns auch noch zum Schreiner brachte. |
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FrĂ€sarbeit Auch wenn man glaubt alle Details besprochen zu haben, wird trotzdem noch etwas vergessen. Also nochmal alle Teile neu geordnet. Jetzt konnte es los gehen. Auf einer modernen CNC-Anlage wurden unsere Bahnen sehr prĂ€zise gefrĂ€st. Es brauchte dafĂŒr 3 FrĂ€svorgĂ€nge.
Das ganze lief in 6 Stunden ab. Der Schreiner lieferte uns anschlieĂend die gefrĂ€sten Platten zur weiteren Verarbeitung zu unserer kĂŒnftigen Rennstrecke. |
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Aufbau Um uns ein Bild zu machen, wie die Bahn verlĂ€uft haben wir mit Rauhfasertapete zuerst mal die Bahn ausgelegt. (Bild1) Wir haben uns fĂŒr die Modularbauweise entschieden, weil man die Bahn eventuell spĂ€ter auch abbauen und an anderer Stelle wieder aufbauen kann. Aufgebaut wurde die Bahn auf BĂŒrotische, von denen die Arbeitsplatten abgeschraubt wurden. Bild 4 bis 6 GANZ WICHTIG Als zum Schluss alle Teile gelegt waren, stellten wir fest, dass die Software und der Schreiner sauber gearbeitet hatten. Bis auf'm Millimeter passte die Bahn zusammen. TOLL! |
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Bei der Lackierung haben wir einen 2-Komponentenlack genommen. Bei der Farbauswahl kann man natĂŒrlich frei sein. Wir haben Kieselgrau genommen. Nach dem Auftragen (mit einer Spezialwalze) entsteht eine sg. "Orangenhaut" auf der Bahn, die die Reifenhaftung - vor allem am Anfang - beeintrĂ€chtigen. Wir haben im Internet gelesen, dass es welche gibt, die ihre Bahn vor dem Erstgebrauch polieren. Das haben wir nicht getan. FĂŒr die Reifenhaftung der Moosgummireifen kann man sehr gut Sonnencreme, oder auch Litzenpfleger nehmen (braid conditioner). Es bleibt natĂŒrlich jedem freigestellt, wie er seine Fahrzeuge "bearbeitet". Wie nach jedem Arbeitseinsatz... Ein Bierchen! |
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Das Aufbringen der Bahnlitze war eine Arbeit, die wir sehr unterschĂ€tzt haben. Nach ein paar "vermurxste" Litzen haben wir uns folgende Ăberlegung angestellt. Die Bebilderung soll die Ăberlegung ein wenig untermauern. Wir haben eine gerade Schiene festgeschraubt und eine Litzenbreite daneben eine weitere Schiene angebracht. Ein Brett oben drauf mit "Schaufenster" wird zum AndrĂŒcken der Litze verwendet, wenn diese von einem zweiten Mann durchgezogen wird. Mit einer Tesa-Klebeflasche bringen wir wĂ€hrend dem Durchziehen der Litze gleichzeitig Kleber (vom Litzenlieferant) auf. Siehe Abbildungen. AnschlieĂend wird der Kleber mit einem StĂŒckchen Karton sauber verteilt. Danach bringen wir den Kleber auf das Litzenbett an der SlotfĂŒhrung auf. Da das Litzenbett etwas tiefer sitzt passt die Flasche genau hin und wir legen einen kleinen Streifen Klebstoff auf, wĂ€hrend wir die Flasche am Litzenbettrand fĂŒhren. Mit der "freien Hand" verteilen wir in einem Schritt direkt nach dem Auftragen den aufgelegten Klebstreifen. Das ganze - je nach Umgebungstemperatur bei der Verarbeitung - trocknen lassen... 10 bis 20 Minuten. Danach kann die Litze aufgelegt und mit der AndrĂŒckrolle (vom Litzenlieferant) festgedrĂŒckt werden. HINWEIS: Beim Auftragen des Klebstoffs sollte man sehr vorsichtig vorgehen. Nie zuviel auftragen und gut ĂŒber das gesamte Litzenbett verteilen. |
Wir haben ungefÀhr 5 Monate gebraucht, wobei viel Zeit auf der Strecke bleibt mit warten auf Lieferungen, oder wenn auch mal der eine, oder andere im Urlaub ist.
Wenn man "dranbleiben" kann, kann man das ganze auch in einer kĂŒrzeren Zeit verwirklichen. Zu bedenken gilt... gut vorbereiten, viel im Internet recherchieren, andere Bahnen besuchen und von der Erfahrung anderer profitieren, wenn es einem wichtig erscheint und last but not least... lieber 10 mal ĂŒberlegen als 9 mal !!!
Viel SpaĂ und viele Anregungungen wĂŒnschen Euch,
Charlie, Michael, Toni